Mine! Schöne Töne und ein Crowdfunding-Projekt der anderen Art

Dieser Tage (okay, zugegeben, im Februar) erreichte uns eine sehr nette Mail, die uns auf ein beeindruckendes Projekt, vor allem aber auf eine talentierte und ambitionierte junge Musikerin aufmerksam machte. Trommelwirbel für Popmusik im allerfeinsten Sinne.

Die Mainzer Sängerin Mine ist ohne großes Herumreden eine der facettenreichsten und interessantesten deutschsprachigen Poperscheinungen, die derzeit durchs Land ziehen. Und mit Pop ist die gelungene Konzentration von herrlich versonnen Arrangements und minimalistischen aber dennoch bewegenden Texten gemeint, welche um Jazzelemente, Folkideen und  HipHop-Einflüsse bereichert werden. Neben dem verspielten auftauchen vielerelei Trommeln oder dem Einsatz eines Vibraphons begeistert die EP „Herzverleih“ in erster Linie durch die schwindelerregende Stimme einer jungen Frau der man schlichtweg gerne zuhört. Hier erzählt eine von sich selbst und doch von uns allen. Mal stark, mal weich, dann wieder entschlossen und nachdenklich zugleich. Mines Musik hat so viele Ideen, Seiten, Impulse und Vertracktheiten wie das Leben selbst.

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Crowdfunding-Aktion: Wohnzimmer-Session mit der Band Choirs

Es wäre mir an dieser Stelle ein wahres Fest, mich über die Gottlosigkeit der Musikindustrie im Speziellen oder die Schlechtigkeit der Gesellschaft im Allgemeinen auszulassen. Doch das will in aller Ausführlichkeit Erstens niemand lesen und zum Zweiten ist es ohnehin jedem bekannt. Machen wir es also kurz: Die Welt ist ungerecht und für Musiker die sich in ihrem kleinen subkulturellen Raum abrackern, proben, EPs basteln, werben, facebooken, sich um gute Promoter und Plattenverträge mühen, wieder und wieder Konzerte geben ohne damit irgendetwas nennenswertes zu verdienen (außer Hochachtung), ja auch für die gilt der alte Helmut Schmidt Spruch: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ Weiterlesen