Plattencheck: Kitty Solaris – We Stop The Dance

Kitty Solaris ist das personifizierte Ein-Frau-Imperium der Berliner Musik-Subkultur. Klingt hochgegriffen? Vielleicht. Doch als Labelchefin (Solaris Empire), Veranstalterin einer Konzertreihe im Schokoladen Mitte und musikschaffende Künstlerin, die in Eigenregie schon vor vielen Jahren aus der Not, die die Branche so mit sich bringt, eine selbstausbeuterische Tugend gemacht hat, muss sie sich mit dem Prädikat schmücken lassen. Mit We Stop The Dance, ihrem bereits vierten Album, verweigert sie sich nicht nur ihrer Singer-Songwriter lastigen Vergangenheit, sie holt zum Generalschlag aus und schafft etwas, dass man hierzulande nur selten findet: dunkelbunten, englischsprachigen Pop mit Haltung und dem nötigen Gespür für Ironie.

kitty

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Plattencheck: Ian Fisher & The Present – Ian Fisher & The Present

Musik ist dann perfekt, wenn man an den Lyrics keine Silbe ändern möchte, dass Instrumentelle unendlich mehr hergibt als nur die Summe der einzelnen Teile und eine Stimme dich derart bearbeitet, dass am Ende im besten Fall nicht mehr von dir übrig bleibt, als ein seliges Lächeln. Ian Fisher macht solche Musik und veröffentlicht am 14. März (digital bereits am 01.März) zusammen mit Ryan Thomas Carpenter aka The Present ein meisterhaftes Album, welches nicht einfach nur gekauft und gehört, sondern vor allem verstanden werden sollte. 

© by Jarred Gastreich / Anna Kohlweis

© by Jarred Gastreich / Anna Kohlweis

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Metrolit – der Verlag für den urbanen Audio- und Bibliophilen

Mit Metrolit wurde in Berlin, bereits im Vorjahr, ein Verlag für Popkultur ins Leben gerufen, den lesebegeisterte Musikfreunde im Auge behalten sollten. Nun wird das erste Programm vorgestellt.

@MetrolitVerlag (gesehen bei Facebook)

@MetrolitVerlag (gesehen bei Facebook)

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Die fünf Besten…Songs, die auf der Eröffnungsfeier des Berliner Flughafens gespielt werden sollten

Was für eine selten utopische Überschrift. Doch lassen wir den passionierten Optimisten in uns mal für eine Sekunde dem Glauben anheimfallen, der formschöne Berliner Flughafen wird doch eines Tages eröffnet. Zu welchen Klängen sollte Wowi (wenn schon utopisch, dann richtig) das rote Band durchschneiden? Fragen, denen sich bisher niemand Öffentlich gestellt hat. Was die tragweite dieses Skandal erst gänzlich offen legt.

Gesehen bei "Freie Wohnugnen Hamburg" (Facebook)

Gesehen bei „Freie Wohnugnen Hamburg“ (Facebook)

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Plattencheck: Lasse Matthiessen – Dead Man Waltz

Bittersüße Symphonien für Alltagsträumer:
Das putzige Dänemark, welches von jeher den Übergang Mitteleuropas zu Skandinavien bereitet, ist für so manches bekannt: die kleine Meerjungfrau, radfahrerfreundliche Urlaubsgebiete, wilde Karikaturenstreitereien, Lars von Trier und den legendären EM-Sieg 1992. Aber auch in Sachen Musik hat dieses kleine Land einiges zu bieten. Man denke zu aller erst an Aquas „Barbie Girl“ (na, Ohrwurm im Kopf?!), Volbeat, The Raveonettes, Trentemoeller, Laid Back (für die Älteren), Gitte Haennig (für die ganz Alten) oder die Tiger Tunes. Da fragt man sich doch schlagartig: wo bleiben die Singer- und Songwriter, wo doch gerade Dänemark ebenso viel Gitarre-und-Strand-Feeling zu bieten hat wie Hawaii, nur mit schlechterem Klima, was zumindest der Melancholie zuträglich sein sollte? Die Antwort auf diese Frage, man ahnt es bereits, wird kommende Woche im deutschsprachigen Raum veröffentlicht. Das Album nennt sich „Dead Man Waltz“, der Interpret Lasse Matthiessen. Weiterlesen