Plattencheck: Kitty Solaris – We Stop The Dance

Kitty Solaris ist das personifizierte Ein-Frau-Imperium der Berliner Musik-Subkultur. Klingt hochgegriffen? Vielleicht. Doch als Labelchefin (Solaris Empire), Veranstalterin einer Konzertreihe im Schokoladen Mitte und musikschaffende Künstlerin, die in Eigenregie schon vor vielen Jahren aus der Not, die die Branche so mit sich bringt, eine selbstausbeuterische Tugend gemacht hat, muss sie sich mit dem Prädikat schmücken lassen. Mit We Stop The Dance, ihrem bereits vierten Album, verweigert sie sich nicht nur ihrer Singer-Songwriter lastigen Vergangenheit, sie holt zum Generalschlag aus und schafft etwas, dass man hierzulande nur selten findet: dunkelbunten, englischsprachigen Pop mit Haltung und dem nötigen Gespür für Ironie.

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Fijuka: Bitte kaufen Sie diese EP JETZT!

Fijuka! Fi-Ju-Ka! Fiiii-Juuuu-Kaaaa! Oder noch deutlicher: FIJUKA!!!
Das deutsch/österreichische Duo hat sich laut Label „Popmusik der letzten und nächsten 30 Jahre von Kate Bush bis Lykke Li und DIY Kultur sowie Soundexperimente“ auf die Fahnen geschrieben. Gewagt, aber wer selbst im Röhnrad-Action-Video eine bessere Figur abgibt als alle Ostblockturnerinnen zusammen, dem trauen wir grundsätzlich alles zu. Die EP Behave (From Now On) ist der Vorbote des im Herbst folgenden Albums, auf das wir ungeduldig warten. Warum, fragt sich jetzt sicherlich der ein oder andere? Nun….

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Die-Absolut-Ultimative-Bernhard-Eder-Groupie-VS-Kritiker-Experience

Eine Real-Utopie in zwei Akten! (Noch Besser Leben // Leipzig // 13.04.13)

Der Groupie (also known as Fan in liebestoller Mission)

Wenn Bernhard Eder live musiziert, handelt es sich nicht um ein Konzert. Wer das behauptet, macht sich astreiner Blasphemie der untersten Schublade schuldig. Betritt Eder die Bühnen dieser Welt, begleitet von ständig wechselnden, dem Stande der Musiker alle Ehre machenden Künstlern, wähnt man sich in einem von gleißendem Licht erhellten Strudel aus fragil gewebten Tonteppichen, meisterhafter Poesie und immerwährender Liebe. Der Adonis aus Geboltskirchen versteht es wie kein Zweiter sein Publikum in die höchsten Höhen zu treiben, was nicht selten Ausmaße annimmt, die einer euphorischen Symphonie aus Woodstockexzess und Tantra-Meditation gleicht. Wo auch immer dieser messiasgleiche Vollblutakteur sein Können den Heerscharen von begeisterten Menschen feil bietet und ihm junge Mütter ihre Erstgeborenen zur Segnung hinreichen, hinterlässt Bernhard Eder das wohlige Gefühl dem Wahrhaftigen begegnet zu sein. Hatten die Beatles immerhin das Glück die maßlose Aufmerksamkeit der quasi gesamten weiblichen Weltbevölkerung auf vier Mitglieder aufzuteilen, so fokussiert diese singende Kostbarkeit alle Andacht auf sich. Doch der Österreicher bleibt authentisch, volksnah, er selbst.
An diesem denkwürdigen Abend hatte das Noch Besser Leben in Leipzig, bekannt für seine exquisiten Veranstaltungen, zum Happening geladen. Es ist das übliche Bild. Die Jünger des von Presse und anderem Gesocks als Singer-Songwriter etikettierten Multiinstrumentalisten nicken sich beim Eintreten wissend und milde lächelnd zu, Neulinge werden behutsam auf das was kommen wird vorbereitet und mit dem Satz „Wir sehen uns auf der anderen Seite“ ihrem Schicksal überlassen.
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Plattencheck: Bernhard Eder – Post Breakup Coffee

Die Herzschmerz-Oktalogie

Konzeptalben zum Thema Trennung sind so eine Sache. Die inneren Befindlichkeiten kurz nach dem – um mal in den Tiefen der metaphorischen Pathoskiste zu wühlen – einem das Herz herausgerissen wurde, sind zwar jedem mehr oder weniger bekannt, dennoch kann man diesbezüglich als Musiker schnell ins wahlweise jämmerlich Selbstgefällige oder nervtötend Belehrende abrutschen. Die Übergänge sind fließend. Der Wahl-Wiener Bernhard Eder verarbeitet mit Post Breakup Coffee nicht nur eine gescheiterte Liebe, er verlässt zudem seinen Heimathafen als Singer/Songwriter. Wenn man den langen Weg des Neuanfangs schon einschlägt, dann richtig, mag er sich gedacht haben. Eine Gratwanderung auf den Gipfeln der Melancholie hin zur Gesundung.

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Fotostrecke: Der Herr Polaris und Benni Benson // Künstlerhaus // Kempten

Zur Musiknacht in Kempten versammelte sich am Samstag, 23.03.2013, ein bunt gemischtes Publikum im Künstlerhaus um den Augsburger Liedermachern Der Herr Polaris und Benni Benson zu lauschen. Hier ein paar ausgewählte Schnappschüsse:

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Die fünf Besten… Tourbuslieder (von Der Herr Polaris)

Als Musikfan stellt man sich das Leben auf Tour als großen, spannenden, stets lustigen Roadtrip vor. Zwischen Berlin und München, Leipzig und Bielefeld, Hamburg oder Stuttgart pendeln, ständig neue Menschen kennenlernen, die Herzen der Leute mit dem eigenen Liedgut erobern und nachts noch ein paar Hotelsuiten zertrümmern – Rock’n Roll Alltag!!! Das die Realität oftmals anders aussieht, kann man sich ja fast nicht vorstellen. Ist aber so. Da hilft auf langen Fahrten quer durchs Land natürlich nur eines: Musik!

Wir haben Bruno Polaris aka Der Herr Polaris, seines Zeichens Singer/Songwriter aus Augsburg, gefragt, welches seine fünf liebsten Tourbuslieder sind. Polaris gehört nicht erst seit seinem zuletzt veröffentlichten Album Drehen und Wenden zu unseren Favoriten in Sachen erstklassiger deutschsprachiger Poeten-Pop. Also haltet Augen und Ohren offen, der Mann begibt sich dieses Jahr noch des Öfteren auf Mini-Tourneen. Und auch wenn ihr jetzt denkt „Ich warte doch nicht bei eisigen Temperaturen sehnsüchtig auf den Frühling um nach einem Künstler Ausschau zu halten der das Wort Polar im Namen trägt“, so entgegne ich: er wird euch die Sonne herbeimusizieren (wir berichteten)! Allyehrenwort!

1. Nada Surf – High Speed Soul

2. The Cure – Jumping Someones Elses Train

3. Justin Vernon – Hazeltons

4. Blur – You are so great (Graham Coxon Solo Version Live)

5. Die Sterne – Was hat dich bloß so ruiniert

Fotostrecke: A Life, A Song, A Cigarette @ Falkendom // Bielefeld

Geht es um die fünf Österreicher von A Life, A Song, A Cigarette, sind wir ja durchaus missionarisch unterwegs. Diesmal führte uns der Weg nach Bielefeld. Zunächst bereichern wir die große, weite Welt des Internets mit ein paar Schnappschüssen. Der etwas andere Konzertbericht folgt.

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