Plattencheck: Petula – Don’t Forget Me, Petula! Don’t Forget Everything, Petula!

It’s all action, drama, beauty – it’s all well buried under layers’n’layers of microsound.

Petula, dass Ein-Mann-Band-Projekt um Sebastian Cleemann, veröffentlichte bereits im Januar ihr/sein zweites Album Don’t Forget Me, Petula! Don’t Forget Everything, Petula. Es legt Schicht für Schicht eine Eigeninterpretation des Zweifelns und Vergessens frei, die weder kitschig noch trostlos düster wirkt, aber charmant von Einem berichtet, der sich all den Facetten des Grübelns mit Hingabe widmet. Wir sind zwar etwas spät dran, aber es wäre im Sinne eines total trendigen Musikblogs absolut suizidal dieses Electronica-Folk-Meisterwerk nicht zu besprechen.

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Plattencheck: Ian Fisher & The Present – Ian Fisher & The Present

Musik ist dann perfekt, wenn man an den Lyrics keine Silbe ändern möchte, dass Instrumentelle unendlich mehr hergibt als nur die Summe der einzelnen Teile und eine Stimme dich derart bearbeitet, dass am Ende im besten Fall nicht mehr von dir übrig bleibt, als ein seliges Lächeln. Ian Fisher macht solche Musik und veröffentlicht am 14. März (digital bereits am 01.März) zusammen mit Ryan Thomas Carpenter aka The Present ein meisterhaftes Album, welches nicht einfach nur gekauft und gehört, sondern vor allem verstanden werden sollte. 

© by Jarred Gastreich / Anna Kohlweis

© by Jarred Gastreich / Anna Kohlweis

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Plattencheck: Wunderbare Katze – Gold On The Pavement

ArtPopIndependent! Ein Genrename wie gemalt! Das ist doch mal ein Einstieg für eine Rezension, denkt sich die Autorin so. Aha, fragt der Leser, aber was soll das sein? Kino fürs Ohr, sagen die Menschen die sich hinter Wunderbare Katze verbergen. Das kann man schöner eigentlich nicht ausdrücken, im Sinne eines Plattenchecks starten wir dennoch den Versuch, dieses feine Werk in eigene Worte zu packen.

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„Hallo, liebe Lemonen“ oder Ein Doppelkonzerttag mit Benni und Bruno

Das nächste Lied heißt „Hallo, liebe D-ämonen“.
Ich betone das D, weil ich aus Bayrisch-Schwaben komme. Aus AugSCHburg. Die Leute verstehen oft
„Hallo, liebe Lemonen“
– Der Herr Polaris –

Die Autorin gilt als die Zuverlässigkeit in Person, wenn es um das Finden von Superlativen geht, möchte an dieser Stelle aber schon jetzt deutlich untermauern, dass es schwierig wird den Doppelkonzerttag mit Benni Benson und Der Herr Polaris in Worte zu fassen. Deshalb sollen Bilder heute ihre Sprache sein.

15 Uhr 30, mitteleuropäischer Ortszeit. Die Stadt Leipzig scheint jegliche Farben verloren zu haben, so schrecklich grau präsentiert sich das erste Febraurwochenende – noch.
Das Musikhaus Kietz wehrt sich im Inneren mit allem was die Farbpalette hergibt gegen aufkommende Tristesse. Der Flatscreen wirft bunte Bilder in den Raum, die ausrangierten Deko-Platten an der Decke blicken schützend auf die Besucher herab, das Vinyl in den Kisten lädt zum stöbern ein, der Kaffee schmeckt – so stellt man sich Oasen vor.
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Plattencheck: Sex Jams – Trouble, Honey

Fuzzy! Dizzy! Sexy!

Liebe Leserinnen und Leser,
wir haben uns heute hier versammelt um vor den Augen des allmächtigen Internets zwei Dinge auf ewig zu vereinen. Das zweite Werk der Sex Jams und der Autorin liebste Frühjahrsplatte. Auf dieser deckungsgleichen Übereinkunft namens Trouble, Honey  (VÖ 01.03.13) schreit und wuchtet einen die monströse Mischung aus dem was Blondie zu ihren besten Zeiten waren, Pavement hätten bleiben sollen und an Dinosaur Jr immer noch fasziniert, senkrecht Richtung Frühling.

sexjams_cover

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Plattencheck: Patrick McCranc – Royal Canaries

EuropeanRichKids auf majestätischer Musikmission

Es ist schwierig zu beantworten, was Patrick McCranc und seine adeligen Vögel eigentlich wollen. Auf diesem Album schwingt so viel Musikgeschichte mit, tanzen sich so viele Musikeinflüsse und Instrumente in den Gehörgang, dass sich die Frage nach dem Hintersinn unwillkürlich aufdrängt. Vorallem wenn das Stigmata des „BritRock“  als Damoklesschwert über allem schwebt. Eine kurze Review über ein selbstverliebtes Schlitzohr und seine musikalischen Auswüchse, verfasst von einer kopfschüttelnd begeisterten Autorin, die ausnahmsweise das Wort „geil“ in ihren Text einfließen lässt.

Royal Canaries Cover

Royal Canaries Cover

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Love&Fist – Last Days In Country EP

„In the beginning, love&fist was created.
This made a lot of people very angry and has been widely regarded as a bad move.“

Was Sie hier lesen, lieber Musikblogkonsument, ist weder ein Verriss noch der Versuch der Autorin möglichst großspurige Worte der Einleitung zu finden. DAS ist die selbstentworfene* Bigorafie der Gruppe Love&Fist. Und wer jetzt denkt „da bin ich aber mal gespannt, so schlimm wird’s schon nicht sein“, dem sei an dieser Stelle verraten, dass die Herren Kubizek und Deisenberger als Einflüsse auf ihr musikalisches Schaffen u.a. das Leben, Douglas Adams, Roy Black und Udo Jürgens angeben. Aber bitte nicht gleich das Handtuch werfen, ehe die wirklich große Frage des Universums beantwortet werden konnte – Warum sollte man Last Days In Country unbedingt erwerben?

Last Days In Country EP

Last Days In Country EP

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