This is the end beautiful friend: Lauschrausch Kassettendeck ist tot, lang lebe Taper Jean Girl

Liebe Freunde!

Abschiede sind so gar nicht unser Ding. Deswegen erspar ich euch ausschweifende Geschichten über Dirks ständiges Umherreisen durch die Metropolen dieses Landes um das Bibliothekswesen ein bisschen besser zu machen oder darüber, dass Jella sich ganz in den Dienst der Wissenschaft gestellt hat und in nicht hinnehmbaren Schichten, auch zu den unmöglichsten Zeiten, stets ein Lächeln für sich abrackernde Studenten bereithält. Wäre es doch ohnehin gelogen, da die Realität mit einem Scheck in Millionenhöhe zu tun hat, ausgestellt von einem ostafrikanischen Staat, der unser Blogimperium damit ganz offiziell erworben hat. Daraus resultierend besitzen wir drei nun ein schlossähnliches Anwesen in der Provence, nennen eine Vielzahl an treuen Angestellten, ein paar ausgewählte Privatmusiker, einen stattlichen Fuhrpark sowie eine kleine aber exquisite Meerschweinchenfarm unser Eigen. Ihr müsst euch also keine Sorgen machen. Reiten wir doch in Zukunft auf unseren mühsam dressierten Abaco-Wildpferden durch duftende Lavendelfelder nebeneinander in den zum heulen schönen Sonnenuntergang. Vom Rest des Geldes werden wir wohl den Musikexpress oder die Spex kaufen. Oder die USA. Mal sehen. Uns fällt ja immer was ein.

Da aber auch Völlerei und alle anderen Todsünden auszukosten mit der Zeit seinen Reiz verliert, gründe ich in weiser Voraussicht schon mal einen neuen Tummelplatz für mainstreamabtrünnige Musikfreunde. Taper Jean Girl heißt der und die ganz Schlauen werden jetzt denken „Taper Jean Girl…das wird doch nicht etwa…na, aber das müsste eigentlich…doch, doch, das ist ganz sicher…“ Ja! Das ist ein Lied der mittlerweile leider sehr radiotauglichen Kings Of Leon. Warum das „meiste Musiktagebuch der Welt“ so heißt, kann an anderer Stelle nachgelesen werden. Darum soll es hier erstmal nicht gehen, auch wenn ich euch noch die Facebookseite ans Herz legen möchte. Und wer weiß, vielleicht darf ich eines schönen Tages Jella und Dirk dort, in welcher Form auch immer, als Ehrengäste begrüßen.

Nun! Was macht man also zum Abschluß einer denkwürdigen Ära, außer leise Servus sagen? Sich bedanken natürlich. Wir haben in den letzten drei Jahren übermäßig viel Herzblut in diese Seite fließen lassen, haben gelacht, geflucht, gemailt, geskypt, erfolgreiche Posts gefeiert und uns in flauen Zeiten die unnatürlich gutaussehenden Köpfchen zermatert. Was bleibt übrig? Jede Menge Fotos, Ideen, Erinnerungen, Datenmüll, unveröffentlichte Texte und die unerschütterliche Gewissheit, dass dank Lauschrausch neue Menschen in unser Leben getreten sind, sich völlig neue Perspektiven und Lebenswege erschlossen haben und last but not least verweilt ein wundersam glückseliges Lächeln auf unseren nie alternden Gesichtern.
Machen wir es kurz! Aufrichtigsten Dank an alle Leser, Blogabonennten, an Freunde, Verwandte und ALLE die mit uns zusammen ein Stück des Weges gegangen sind. Danke auch an alle die unsere Beiträge verbreitet haben, Werbung betrieben und im richtigen Moment die richtigen Worte fanden. Glaubt mir, wenn ich sage: da waren Wunder zu Gange und wir durften sie miterleben.

Wir verbleiben in Liebe,

eure LauschRauscher ♫

Und weil wir Traditionen pflegen:
DIE FÜNF BESTEN…LauschRausch Abschiedslieder:

Reinhard Mey – Gute Nacht Freunde

Habt Dank für die Zeit, die ich mit euch verplaudert hab‘
Und für Eure Geduld, wenn’s mehr als eine Meinung gab
Dafür, dass ihr nie fragt, wann ich komm‘ oder geh‘
Für die stets offene Tür, in der ich jetzt steh‘

 

Auld Lang Syne

For auld lang syne, my dear
For auld lang syne
We’ll take a cup o’kindness yet
For auld lang syne

 

The Doors – The End

This is the end
Beautiful friend
This is the end
My only friend, the end
Of our elaborate plans, the end
Of everything that stands, the end
No safety or surprise, the end

 

Green Day – Good Riddance

So take the photographs and still-frames in your mind
Hang it on a shelf in good health and good time
Tattoos of memories and dead skin on trial
For what it’s worth, it was worth all the while

It’s something unpredictable,
but in the end it’s right
I hope you had the time of your life

 

The Rolling Stones – Ruby Tuesday

Goodbye, ruby tuesday
Who could hang a name on you?
When you change with every new day
Still I’m gonna miss you…

 

So long….wir sehen uns an den Theken dieser Welt!

Metrolit – der Verlag für den urbanen Audio- und Bibliophilen

Mit Metrolit wurde in Berlin, bereits im Vorjahr, ein Verlag für Popkultur ins Leben gerufen, den lesebegeisterte Musikfreunde im Auge behalten sollten. Nun wird das erste Programm vorgestellt.

@MetrolitVerlag (gesehen bei Facebook)

@MetrolitVerlag (gesehen bei Facebook)

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A Life A Song A Cigarette auf Tour und ein Heiland namens Tideland

Wie vermessen ist es wohl, den vermutlich bekanntesten Teil der Bibel neu auszulegen? Oder war das längst fällig? Ein Annäherungsversuch:

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von der Autorin ausging, dass alle Welt die Band A Life, A Song, A Cigarette so sehr schätzen würde, wie sie selbst. Und diese Wertschätzung war die allerwichtigste und entstand bereits zu der Zeit, da die Autorin noch in Colonia Claudia Ara Agrippinensium lebte und träumte: dass jedermann ginge, dass er sich von der Musik gefangen nehmen ließe, ein jeglicher in den Plattenladen seiner Stadt.

Tideland Cover

Tideland Cover

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Crowdfunding-Aktion: Wohnzimmer-Session mit der Band Choirs

Es wäre mir an dieser Stelle ein wahres Fest, mich über die Gottlosigkeit der Musikindustrie im Speziellen oder die Schlechtigkeit der Gesellschaft im Allgemeinen auszulassen. Doch das will in aller Ausführlichkeit Erstens niemand lesen und zum Zweiten ist es ohnehin jedem bekannt. Machen wir es also kurz: Die Welt ist ungerecht und für Musiker die sich in ihrem kleinen subkulturellen Raum abrackern, proben, EPs basteln, werben, facebooken, sich um gute Promoter und Plattenverträge mühen, wieder und wieder Konzerte geben ohne damit irgendetwas nennenswertes zu verdienen (außer Hochachtung), ja auch für die gilt der alte Helmut Schmidt Spruch: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ Weiterlesen

Endstation Sehnsucht – Mal in (fast) eigener Sache.

Ich habe Euch bereits in zwei Berichten, nämlich hier und hier, von der Endstation Sehnsucht-Konzertreihe in Wuppertal erzählt. Hier werden in einem ganz intimen kleinen Rahmen sogenannte Wohnzimmerkonzerte präsentiert. Ins Leben gerufen wurde das Spektakel im September 2010 von Bastian Küllenberg, der seither als Organisator fungiert.
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Was nun?

Das Jahr neigt sich nun endgültig seinem Ende zu und ihr fragt euch zu Recht „und jetzt?“ – nichts – alles bleibt wie gehabt. Ihr könnt auch im nächsten Jahr Plattenkritiken, Konzertberichte und allerlei anderen Kram aus der Lauschrausch-Redaktion erwarten.

Das LauschRausch:Kassettendeck wünscht allen Lesern, Freunden, Bekannten und Musikern da draußen ein erfolgreiches Jahr 2012 – mit Konzerten die man nie vergisst, Platten für die Ewigkeit und halbwegs erträglichen Sommerhits. Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei EUCH für alle Kommentare, Anregungen und jeden Facebook-Like. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr weiterhin so zahlreich reinlest und euch durch Kritik und Wünsche bemerkbar macht 🙂

Mit einem Blick auf unseren Kalender zeigt sich, dass wir uns ALLE auf 2012 freuen können… Weiterlesen