Kettcar – Gruga-Halle, Essen – 24. Februar 2012

Okay, die Nachwehen des Kettcar-Konzerts sind mittlerweile verflogen, aber trotzdem sollten wir es nicht einfach so unter den Tisch fallen lassen. Auch wenn mich die Location mal so gar nicht vom Hocker gehauen hat. Aber für die minder ansehnliche Gruga-Halle, aufgrund der Inneneinrichtung mit dem Charme eines Altenheims, kann Kettcar nichts – es war trotzdem eine sehr schöne „kettcareske“ Vorstellung. 😉 Aber von vorne…


Zum Dank für das Verteilen von Flyern und diversen Kettcar-Plakaten (s. Foto oben) erhielt ich vom Streetteam des Grand Hotel van Cleef Gästelistenplätze für das Konzert. Und das war dringend nötig, denn zuletzt sah ich Kettcar vor fast vier Jahren bei ihrer„Graceland“-Tour. Damals im Kölner E-Werk.

Diesmal eben Essen, wo sich etwa 2000 Zuhörer versammelt haben und zunächst dem Support Patrick Richardt lauschen, der mich sofort sehr stark an Gisbert von Knyphausen erinnert. Große Show.
Ziemlich pünktlich um 21 Uhr startet der Hauptact ohne große Ansage mit einem neuen Titel. „Rettung“ (tolles Video!). Es ist von Anfang an wie immer. Ich glaub ihnen alles und kann es – ebenfalls wie immer – komplett nachfühlen.

Nach dem gelungenen Start entschuldigt sich (und ich möchte es „entschuldigen“ nennen, weil es eben so klingt ;-)) Marcus Wiebusch für den Veranstaltungsort mit den Worten, dass die Band unter fadenscheinigen Versprechen „hergelockt“ worden sei. Vielleicht irritieren ihn die vielen Vorhänge vor den leerstehenden Rängen, vielleicht ist er aber auch einfach nur beeindruckt vom eigentlichen Fassungsvermögen der Halle und den großen Namen, die im Zusammenhang mit der Gruga-Halle genannt werden: Beatles, Rolling Stones und The Who. In einer Reihe mit diesen Legenden erwähnt zu werden machen den Sänger scheinbar stolz. Allerdings werden in der nächsten Zeit zum Beispiel auch Scooter in ebendieser Location ihre Fans bespaßen. Das wird ebenfalls kritisch erwähnt und dabei die Halle missbilligend begutachtet. Aber Kettcar wäre nicht Kettcar, wenn sie zwischen den Songs nicht ironische und sehr lustige Anekdoten erzählen würden. So auch Reimer, der eigenhändig Flyer in der Stadt verteilt hat und dabei feststellen muss, dass er schwarz gefahren ist.

Es folgen „48 Stunden“, „Schwebend“ (was ich im Übrigen für irgendwie konzertungeeignet halte, aber sei’s drum), „Graceland“ und „Kein Außen mehr“ bevor sich Marcus immer wieder über die aktuellen Ankündigungsplakate im Backstage…ja… spottet. Mario Barth scheint nicht sein Lieblingscomedian zu sein, was wir ihm NATÜRLICH liebend gerne nachsehen. Auch „Balkon gegenüber“ und „Balu“ fehlen nicht. Feststellung des Abends der Band: „Balu“ ist ein Frauen-Song. Er wurde extra vom Ende in die Mitte der Setlist platziert, da erfahrungsgemäß die Männer frühzeitig die Halle und somit ihre Freundinnen, die den Titel hören möchten, verlassen.


Mein Highlight (erstmal ohne die Zugaben-Titel zu nennen!) ist „Money Left To Burn“, denn so ein Kettcar-Konzert lädt nicht pausenlos zum Tanzen ein, was wir auch nicht erwarten, aber ich bin zu diesem Zeitpunkt froh, mich ein wenig bewegen und lauter mitsingen zu können. 🙂
Gespannt bin ich vor allem auf die Songs des neuen Albums – und werde darin bestätigt, dass die Hamburger definitiv sehr viel ruhiger und vielleicht auch (noch) weiser geworden sind. Besonders „Im Club“ überzeugt mich.

Die Band bedankt sich kurz und verlässt die Bühne, die ersten „Zugaben“-Chöre starten und es dauert nicht lange bis Marcus, Reimer, Lars, Erik und Christian den nächsten Titel anstimmen: „Deiche“! Ich persönlich habe so sehr darauf gehofft und kann mich nun umso mehr freuen, dass mein absoluter Kettcar-Lieblingssong von so vielen Menschen um mich herum gefeiert wird. Ähnlich sieht es bei „Am Tisch“ aus und spätestens bei „Landungsbrücken raus“ weiss ich, dass es sich einmal mehr gelohnt hat Kettcar live zu sehen.

Das Publikum sieht es offensichtlich ähnlich. Kettcar hat Mühe die Bühne endgültig zu verlassen, scheint sogar ein wenig überwältigt vom großen Beifall und den vielen Jubelrufen.
Sorry, ich habe (immer noch!) keine schnieke Kamera, um gute Momente einzufangen. Ich hoffe, dass sich das sehr bald ändert.

Alles wie immer

nur jünger

wir würden alle sofort von vorn anfangen

Elvis has left the building ♥

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