Dropkick Murphys – Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf – 06. Februar 2012

„We’re the first ones to starve,
we’re the first ones to die,
we’re the first ones in line for that pie in the sky,
and we’re always the last when the cream is shared out,
for the worker is working when the fat cat’s about.“
(Dropkick Murpyhs – Worker’s Song)

Die Murphys rangieren in meinem persönlichen Beliebtheitsranking der Folk-Punk-Bands definitiv auf dem ersten Platz. Noch vor Flogging Molly und den Pogues. Und endlich gastieren die Jungs wieder in der Nähe. Nach zwei langen Jahren werde ich also die Möglichkeit haben, sie wieder live und mit neuem Album (Review) erleben zu können.

Und wenn die Bostoner mit ihren Fans feiern, dann richtig.
Schon vor dem offiziellen Konzertbeginn wird in der Mitsubishi Electric Halle (ehemalige Philippshalle) deutlich, wer an diesem Abend spielen wird. Irisches grün soweit das (oftmals schon längst irritierte Bier-)Auge reicht, Baskenmützen, viele Bandshirts und mehr männliche als weibliche Fans erwarten mich in der Halle. Die Vorband Bouncing Souls ist leider höhepunktlos an mir vorbeigezogen und so werde ich erst bei den obligatorischen „Let’s go Murphys“-Rufen der Fans wieder aufmerksam.
Das Intro, ein traditioneller Folksong namens „Foggy Dew“, garantiert bei jedem Murphys-Konzert Gänsehaut. Die Band ist hinter dem schwarzen Vorhang nur umrissartig zu sehen und eröffnet nach Ausklingen des ruhigen Titels das Konzert mit einem weiteren Traditional, nämlich „The Irish Rover“. Diesmal aber in abgeänderter Punk-Fassung.
Es folgen unter anderem „Time To Go“, „Deeds Not Words“, „Going Out In Style“ und „(F)lannigans Ball“ zu denen die Fans tanzen (wahlweise auch gerne wilder pogen), ich mich inmitten dieses Kessels tanzend hin- und herschieben lasse, während ich zwischendurch versuche meinen Platz zu behalten und keine starken männlichen Ellenbogen ins Gesicht zu bekommen. Was zwischendurch absolut schwerfällt. Und dann weiss ich auch wieder warum die weiblichen Konzertbesucher entweder sehr weit hinten oder ganz vorne stehen. 🙂
Kaum eine andere Band vereint Punk so erfrischend mit irischem Folk, das steht fest. Daher erfreue ich mich auch daran, dass es keine besonders nennenswerten Konzertneuerungen gibt.
Tried & trusted.

Besonders sehens- und hörenswert sind die akustischen Einlagen von Sänger Al Barr und seinen Jungs. „The Warrior’s Code“ und „Take ‚Em Down“ spielen sie auf Barhockern sitzend und selbst das feierwütige Publikum verhält sich still. Aus einigen Reihen höre ich leise Kritik („Wie lahm“, „Muss das sein?“ usw.), mir persönlich tut diese „Ruhepause“ aber sehr gut. Im kommenden Teil des Konzerts gibt die Band wieder alles. Körperlich wie stimmlich. Und wieder kann ich es nicht fassen, dass die „Jungs“ um Al Barr und Ken Casey tatsächlich nicht mehr die Jüngsten sind. Aber nichts deutet darauf hin. Sie können nach wie vor rocken und über die Bühne hechten.

Zum Ende der etwa 90minütigen Show holen die Murphys zu „Kiss Me, I’m Shitfaced“ wie gewohnt die Mädels aus den vorderen Reihen auf die Bühne. Und obwohl ich mich genau das mal wieder nicht traue ;-), bin ich verschwitzt. Und ich denke genau das gehört zu einem guten und lauten Konzert.

Vielen Dank an Patrick Wienen für Deine „Fanfotos“ aus der ersten Reihe! 🙂


fängt die Stimmung in Bild und Ton ganz gut ein 🙂

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