Sick Of It All – FZW, Dortmund – 27. Oktober 2011

Es ist verdammt schwer eine Band zu beschreiben die – vorallem in der Hardcore-Punkszene (und darüber hinaus) – seit nunmehr 25 Jahren erfolgreich ist und die „alten Hasen“ keine Anstalten machen aufzuhören. Aber einige Eindrücke des oben genannten Konzerts möchte ich gerne versuchen in ein paar Worte zu fassen.

Sick Of It All aus New York ist ein Klassiker und daher freute ich mich riesig, dass sie, anlässlich ihres 25jährigen Bestehens, eine Clubtour durch Deutschland machten. Und damit war ich nicht alleine. Zwar schien das Freizeitzentrum West in Dortmund nicht komplett ausverkauft zu sein, aber aufgrund der anwesenden Fans fällt das nicht weiter auf. Schon bei den Metalcore-Vorbands „Shai Hulud“ und „All For Nothing“ erhalte ich einen Eindruck davon, was mich erwartet, wenn erst der Headliner die Bühne betreten sollte. Dazu sollte man vielleicht wissen, das Sick Of It All (angeblich) die „Wall Of Death“ (das Publikum teilt sich in zwei Hälften, um anschliessend aufeinander zuzurennen) erfunden hat und die Fans bereits vor dem Auftreten des Headliners in bester Laune sind und genau dies zelebrieren.

Aufgrund meines fortgeschrittenen Alters halte ich mich bei diesem Konzert gerne in den hinteren Reihen. Meine Sorge die Halle mit einem Nasenbeinbruch oder zu vielen blauen Flecken zu verlassen, ist dann doch zu groß. 🙂 Ich muss vermutlich nicht extra erwähnen, dass Frauen deutlich in der Minderheit sind. Das kenne ich aber nicht anders bei Hardcore-Konzerten.

Unter großem Getöse startet SOIA mit „Build To Last“ und die treibenden Riffs und Rhythmen des ersten Titels gehen in die nächsten über und ich bin ehrlich fasziniert von dem in die Jahre gekommenen Lou Koller, dem Frontman, und seinen Jungs. Gespannt war ich auf die Band und niemals habe ich damit gerechnet, dass sie derart rocken können wie einst.

Die Fans recken, wie bei Hardcore und Punkkonzerten üblich, ihre Fäuste in die Luft, bilden ein Moshpit und pogen was das Zeug hält. SOIA kann es immer noch. Sie enttäuschen ihre langjährigen Fans nicht und spielen vor allem ältere Titel. Darunter natürlich „Scratch The Surface“ und „Step Down“, zu welchem dann aber auch die letzten tanzen und mitsingen. Nach etwa 70 Minuten ist das Publikum erschöpft und die Band verlässt, so schnell wie sie gekommen ist, die Bühne. Nicht ohne sich für den Support der letzten Jahre zu bedanken und versprechen bald wieder in Deutschland zu sein.

das aktuelle und 15. Album „Based On A True Story“

Sick Of It All zeigt eindrucksvoll, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und genau da weitermachen, wo sie aufgehört haben. Und obwohl die große Zeit des US-Hardcores vermutlich vorüber ist, sind sie nach 15 Alben immer noch sehr ernstzunehmende Vertreter ihres Genres.

Sick Of It All auf MySpace

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