Plattencheck: Blink-182 – Neighborhoods

Wie lange haben wir darauf gewartet. Fast acht Jahre! Und kaum sind sie wieder da, ist es, als wären sie nie weg gewesen. Die Rede ist von der amerikanischen (Punk)Rockband Blink-182, die mit „Neighborhoods“ ein vielversprechendes Reunion-Album vorlegt.


Wie viele Kritiken musste man in den letzten Wochen lesen. Da ist die Rede von getrennt eingespielten Songparts, wobei gemutmaßt wird, dass die Bandmitglieder nach ihrem Split in 2005 nach wie vor nicht gut miteinander harmonieren. Ich frage mich dabei aber, warum es dann auf „Neighborhoods“ einige richtig gute Nummern gibt? Entsteht soetwas aus Wut über den Anderen und nur dann, wenn man die Titel alleine einsingt? Eher nicht.

Sei’s drum, ich höre den ersten Titel des Albums „Ghost On The Dancefloor“ und werde sofort an alte Blink-Zeiten erinnert, was sich auch bei „Natives“, „Snake Charmer“ und „Heart’s All Gone“ nicht ändert. Langsamer kommt „After Midnight“ daher, was durchaus beweist, dass Mark Hoppus, Tom DeLonge und Travis Barker über die Jahre gereift sind. Viele fragen sich vielleicht, was uns die Band mit „Fighting The Gravity“ oder auch „Love Is Dangerous“ sagen möchte. Vermutlich, dass sie auch ruhigere Klänge beherrschen – oder auch, dass sie sich durch ihre Nebenprojekte +44 (Mark Hoppus und Travis Barker) und Angels & Airwaves (Tom DeLonge) beeinflussen ließen. Der Schuss geht bei einem Blink-182-Album aber eher nach hinten los. Dennoch bin ich ehrlich positiv überrascht vom kompletten „Neighborhoods“-Paket.

Blink-182 hat sich nicht neu erfunden, aber wollen wir das auch?
Seien wir mal ehrlich, würden wir diesen erwachsenen Männern immer noch den alten Fun-Punk abnehmen? Nein. Sie sind, so simpel und langweilig es klingt, erwachsen geworden. Oder erwachsener. Mit fast 40 darf man einfach auf das „Nackig-durchs-Musikvideo-rennen“ (s. Blink-182 „What’s My Age Again“) verzichten. Das Album spaltet die Fans, aber vielleicht macht das gerade eine gute CD aus?! 🙂

Release: 23. September 2011
Label: Interscope
Genre: Rock, Alternative, Punk
Dauer: ca. 36 Min.

Tracklist:

1. Ghost On The Dance Floor
2. Natives
3. Up All Night
4. After Midnight
5. Heart’s All Gone
6. Wishing Well
7. Kaleidoscope
8. This Is Home
9. MH 4.18.2011
10. Love Is Dangerous

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