Plattencheck: The Drums – Portamento

The Drums sind zurück, im Gepäck ihr zweites Studioalbum „Portamento“. Indie in Reinform…

Mit „Let’s go surfing“ spielten sich The Drums im vergangen Jahr in die Ohren und Herzen der geneigten Indieszene. Das die drei übrig gebliebenen Bandmitglieder ( Johnathan Pierce, Jacob Graham, Connor Hanwick) aus New York stammen hört man der Musik nicht an, klingt diese doch viel mehr nach Californien, nach Strand und Sonne, schlicht nach unbeschwerter Jugend. Dieses Konzept oder nennen wir es mal den typischen The Drums-Klang zeichnet auch Portamento aus. Vierzehn Songs die sich aneinanderreihen wie enganliegende Indiejeans – perfekt sitzend. Um eine Freundin zu zitieren „…Musik die plätschert.“ Das klingt erstmal etwas böse, gemeint ist aber das passende ineinander Gefüge des Albums.

Beim ersten Mal durchhören fällt mir kein Lied als besonderer Hit auf, dafür höre ich mir das Album wieder und wieder an. Das ganze wohlgemerkt, ein Umstand der mir relativ selten passiert. Eine gut gemachte Platte besteht nicht aus ein paar großen Hits, es ist das Gesamtwerk das zählt. The Drums schaffen gerade jetzt, wo der Herbst so langsam Einzug hält. mit Portamento eine kleine Zeitreise zurück in den Sommer oder halten den Sonne-genießen-Modus wenigstens noch eine Weile aufrecht. Immer mit ein bisschen Melancholie versehen, ohne dabei klagend zu wirken.

Und dann, nachdem die der CD-Player zum x-ten Mal seine Runden gedreht hat, höre ich sie doch, die Lieder mit mehr Potenzial. „Days“ ist so eine Nummer. Ein eigentlich trauriger Text verpackt in sphärischen Gitarrenklang. Eine Mischung die sicher nicht neu ist, gerade im Vergleich zur ersten LP, aber dennoch hörenswert. Apropos sphärisch: Portamento bedeutet im Deutschen so viel wie „das Tragen der Stimme“ und ist eine Verzierung der Musik, die im wesentlichen „zwei aufeinanderfolgende Noten in einer Melodie durch einen Schleifer oder ein kurzes Glissando miteinander verbindet“ (siehe Wikipedia) 🙂 Ein sicherlich passender Name für dieses Album.

Fazit: Für mich, alles in allem, eine Platte die man auflegen sollte um die letzten wärmenden Strahlen zu genießen, am besten auf dem Balkon mit Kaffee und Zigarette ausgestattet. Zum träumen und erinnern allemal tauglich…

Release: 09.10.2011

Label: Cooperative Music (Universal)

Genre: Indie, Indie-Pop

Dauer: 53 Min.

1. The Book Of Revelation

2. Days

3. What You Were

4. Money

5. Hard To Love

6. I Don’t Know How To Love

7. Searching For Heaven

8. Please Don’t Leave

9. If He Likes It Let Him Do It

10. I Need A Doctor

11. In The Cold

12. How It Ended

13. Blue Stripes

14. What We Had

Anspieltipp: Money

http://www.youtube.com/watch?v=IqYgNiZdfh4

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