Plattencheck: Volbeat – Beyond Hell/Above Heaven

Musikalisch ist Skandinavien schon längst kein Geheimtipp mehr. Um genau zu sein ist eigentlich Schweden die Wiege des erfolgreichen und eingängigen Pop und Rock. Aber auch Dänemark hat mit beispielsweise Dúné, Tina Dico und Carpark North einiges vorzuweisen. Und dann wären da noch Volbeat („Vol“ = Lautstärke, „Beat“ = Rhythmus), die in ihrer fast zehnjährigen Bandgeschichte nun ihr viertes Studioalbum vorlegen. Und auch bei „Beyond Hell/Above Heaven“ setzen die vier Bandmitglieder um Leadsänger Michael Schøn Poulsen auf ihr bewährtes Erfolgsrezept. Das beginnt beim schnellen, impulsiven „The Mirror And The Ripper“ und endet mit „Thanks“, einem Geschenk der Band an ihre Fans. Besonders gelungen ist der Mundharmonika-Song „Heaven Nor Hell“, der zum Mitsingen und Kopfnicken einlädt. Auch das Doppelnamenkonzept wird fortgeführt (frühere Alben trugen Titel wie „The Strength / The Sound / The Songs“ oder „Rock the Rebel / Metal the Devil“). Ansonsten spielt Volbeat nach wie vor Heavy Metal gemischt mit viel Rockabilly und Punkrock mit einigen Folk und Country-Einflüssen. Man sieht, Volbeat ist schwer in eine Schublade zu stecken, obwohl sie die typischen „Werkzeuge“ benutzen: Gitarren, Schlagzeug und die unverwechselbar tiefe Stimme des Sängers. Alles beim Alten also. Meiner Meinung nach aber ist es Volbeat geglückt, zwar ihr gewohntes Repertoire zu zeigen, (was ganz und gar nicht langweilig daher kommt!) sie aber auch durchaus viele „Nicht-Rockabilly- oder Metal“-Fans mit ihrer neuen Platte begeistern könnten. Dafür sorgt die große Auswahl an den vielen eingängigen Stücken.

Fazit: Volbeat ist eine laute Band, die man nicht unterschätzen und genau zuhören sollte, denn sie haben etwas zu sagen. Songwriter Poulsen hat einmal mehr ein Album mit vielen Geschichten geschrieben, die sowohl von Liebe als auch von seiner eigenen Autobiographie handeln und im Prinzip die Erzählungen der dritten Platte fortsetzen. Auch wieder so eine sympathisch verlässliche Volbeat-Art, die sich bestimmt nicht jedem erschließt, man sich aber unbedingt darauf einlassen sollte.

Release: 10. September 2010
Label: Vertigo Berlin (Universal)
Genre: Metal/Rockabilly
Dauer: ca. 52 min.

Tracklist:

1. The Mirror And The Ripper
2. Heaven Nor Hell
3. Who They Are
4. Fallen
5. A Better Believer
6. 7 Shots
7. A New Day
8. 16 Dollars
9. A Warrior’s Call
10. Magic Zone
11. Evelyn
12. Being
13. Thanks

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